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Google veröffentlicht Beta-Version von Chrome 32

Google Chrome

Google hat vor wenigen Tagen eine erste Betaversion von Chrome 32 veröffentlicht. Der neue Browser unterstützt animierte WebP-Bilder, die gegenüber GIF-Dateien einige Vorteile haben. So nutzen WebP-Bilder einen sogenannten 8-Bit-Alpha-Channel, mit dem sich zusätzliche Bildinformationen speichern lassen. Urvang Joshi, einer der federführenden Entwickler, verspricht in einem Blogartikel eine Reduzierung der Dateigrößen.

Gleichzeitig wurde auch eine neue Beta-Version für Android vorgestellt. Die wichtigste Neuerung ist die Abschaffung der Verzögerung von 0,3 Sekunden bei Touchscreen-Eingaben. In den Vorgängerversionen wurde durch diese Verzögerung verhindert, dass zwei aufeinanderfolgende Eingaben als Doppelklick interpretiert wurden. Laut Google sind inzwischen viele Webseiten an mobile Endgeräte angepasst, sodass auf diese Verzögerung nun verzichtet werden kann.

Für Entwickler soll es einige neue APIs geben. Details werden in den offiziellen Verlautbarungen nicht genannt. Fest steht jedoch, dass eine Desktop Capture API enthalten sein wird. Die chrome.runtime-API unterstützt jetzt optional TLS-Verschlüsselung. Eine weitere Neuerung ist die Server-Seite von TCP-Sockets.

Integrierter Lärmstopp

Wer mit vielen Tabs arbeitet, kennt die Situation: Auf einmal ertönt aus den Lautsprechern ein ohrenbetäubender Krach, der keiner der offenen Webseiten zugeordnet werden kann. Die Entwickler von Chrome haben sich dieses Problems angenommen: Die neue Version des Google-Browsers zeigt dem User an, aus welchen der Tabs der Lärm kommt. Dies gilt auch für Tabs, die Daten an den Fernseher senden oder auf die Webcam zugreifen.

Ein Plus an Sicherheit

Wie von Google angekündigt, sperrt der neue Browser standardmäßig alle Add-Ons, die auf dem Plug-in Application Programming Interface (NPAPI) des Konkurrenten Netscape basieren. Dieser Schritt soll laut Google für mehr Sicherheit sorgen. Software, die den Browser angreifen könnte, wird nun automatisch blockiert. Auf diese Weise wird die Installation von Toolbars und hartnäckiger Malware verhindert. Welche Kriterien bei der Einordnung der Programme angelegt werden, verrät Google nicht.

Google Chrome hat weltweit einen Marktanteil von 42 Prozent und lässt damit Konkurrenten wie Firefox und den ungeliebten Internet Explorer weit hinter sich. Auch Europa ist fest in Google-Hand, lediglich Deutschland ist und bleibt eine Firefox-Hochburg. Alternative Browser wie Opera oder Safari werden nur wenig genutzt – ihr Marktanteil liegt auf globaler Ebene unter zehn Prozent.

 

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