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Studie: Immer mehr Teenager verlassen Facebook

facebookFacebook ist mit mehr als einer Milliarde Nutzer auf der ganzen Welt das größte soziale Netzwerk im Internet. Doch eine neue europäische Studie zeigt, dass immer mehr Teenager Facebook verlassen – unter anderem, weil ihre Eltern ebenfalls auf Facebook unterwegs sind.

Stattdessen werden Plattformen wie Snapchat, WhatsApp, Instagram und Twitter genutzt. Engste Freunde sollen vor allem Snapchat nutzen, relativ gute Freunde nutzen WhatsApp und Twitter wird vor allem bei der Kommunikation mit Bekannten genutzt. Auf Instagram wird auch mit Fremden kommuniziert.

Während die Jugendlichen zugeben, dass Facebook zur Organisation von Profilen, Fotos und Veranstaltungen gut geeignet ist, ist es eher peinlich, wenn die eigenen Eltern und/oder älteren Familienmitglieder in der eigenen Freundesliste auftauchen.

Style und Status spielt bei Jugendlichen eine große Rolle und wenn die eigene Mutter in der Freundesliste zu sehen ist, wird es nicht wirklich als cool empfunden. Facebook ist längst mainstream geworden und dies passt einfach nicht zu (rebellischen) Jugendlichen, die auf keinen Fall mainstream sein wollen. Viele Teenager sind auch genervt von Baby-Fotos, die häufig von etwas älteren Nutzern gepostet werden. Die Tendenz lautet: Je älter Facebook wird, desto schneller verlassen es die jungen Nutzer.

Gleichzeitig nutzen Jugendliche Facebook nach wie vor, um mit älteren Familienmitgliedern (wie zum Beispiel Brüdern und Schwestern, die in einer anderen Stadt/Land studieren) in Kontakt zu bleiben.

Die Ursache Nummer eins für das Verlassen von Facebook (grundsätzlich) sind jedoch Datenschutzbedenken (48%), gefolgt von allgemeiner Unzufriedenheit mit Facebook (14%) gefolgt, negative Aspekten in Bezug auf die Facebook-Freunde (13%) und dem Gefühl, Facebook-süchtig zu sein (6%). Der Facebook-Ausstieg ist allerdings gar nicht so einfach – eine endgültige Löschung des Profils kann sogar mehrere Monate dauern.

Studien zeigen außerdem, dass Facebook einen schlecht fühlen lässt – unter anderem, weil all die coolen Fotos und Updates von Freunden und Bekannten einen neidisch machen und zur Unzufriedenheit mit dem eigenen, scheinbar weniger coolem Leben beitragen.

Die meisten Facebook-Nutzer gibt es in den USA (rund 170 Millionen), an zweiter Stelle ist Brasilien mit 65 Mio. Nutzern, gefolgt von Indien (63 Mio.), Indonesien (51 Mio.) und Mexiko (40 Mio.).

Gleichzeitig steigt das Interesse an einem Online Studium an.

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