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Typo3 Neos: Der neue Standard bei Content Management-Systemen

Typo3_Neos

Typo3 CMS zählt seit mehr als zehn Jahren zu den am häufigsten eingesetzten Content Management-Systemen. Die von Kasper Skårhøj entwickelte Plattform erfreut sich vor allem in Europa großer Beliebtheit. Schätzungen zufolge basieren rund 500.000 Webseiten auf Typo3. Viele der Anwender sind große Unternehmen wie Philips oder Lufthansa. Technologisch konnte Typo3 über lange Zeit kein anderes CMS das Wasser reichen – die Usability war jedoch stets ein Faktor, der viele private User davon abhielt, auf Typo3 umzusteigen.

Mit der neuen Version “Typo3 Neos” wurde das Bedienkonzept des Systems völlig umgestaltet. Für Administratoren und Redakteure sind viele Neuerungen enthalten, die ihnen die Arbeit enorm erleichtern. Inhalte können nun direkt auf der Webseite eingegeben werden. Formulare und Pop-up-Fenster gehören endgültig der Vergangenheit an. Bilder können nun vom Desktop auf die Seite gezogen werden. Den obligatorischen Speicherbutton sucht man bei Typo3 Neos vergeblich – die Daten werden vom System automatisch gesichert.

Um ein einfaches und intuitives Userinterface zu schaffen, gingen die Programmierer bei der Entwicklung von Neos völlig neue Wege. Unzählige Unternehmen und private Anwender wurden befragt, wie ihrer Meinung nach ein Bedienkozept für ein modernes CMS wie Typo3 Neos aussehen könnte. Auch Spezialfirmen wie die Zürcher Webagentur Information Architects wurden in den Entwicklungsprozess einbezogen.

Die beiden Top-Programmierer Karsten Dambekalns und Robert Lemke haben mehr als fünf Jahre in Vollzeit an dem Mammutprojekt gearbeitet. Anfänglich wurde noch der Core der Ursprungsversion verwendet, doch es setzte sich irgendwann die Erkenntnis durch, dass damit nicht die gewünschte Flexibilität erreicht werden konnte. Für den Neos-Vorgänger Typo3 Flow (vorgestellt 2009), das ursprünglich unter der Bezeichnung “Typo3 5.0” erscheinen sollte, wurde ein eigenes Framework entwickelt. Das System hat die Anwender offenbar überzeugt: Inzwischen setzen viele bekannte Unternehmen Typo3 Flow erfolgreich ein.

So wichtig ein sauberer und flexibler Code für die Arbeit der Entwickler auch ist – für den User steht die Benutzerfreundlichkeit im Vordergrund. Als Benchmark gelten nach wie vor die Produkte von Apple, die trotz ihrer Komplexität einfach zu bedienen sind. Neben dem schicken Design dürfte dies der Hauptgrund für die hohen Verkaufszahlen von iMac und Co. sein. Preislich liegen Apple-Produkte weit über dem Niveau der Mitbewerber, doch den Käufern ist das einerlei: Sie wollen ein Produkt, dass funktioniert und den User vor keine großen Rätsel stellt.

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