Betriebssysteme, Software

Windows 8.1 soll Microsoft-Kritiker versöhnen

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Windows 8.1 ist das erste große Update für Windows 8. Die neue Version erschien am 18. Oktober 2013 und soll die bislang eher mäßigen Absatzzahlen ankurbeln. Um Windows 8.1 nutzen zu können, muss der PC bzw. das Tablet über einen Arbeitsspeicher von mindestens 1 GB verfügen. Für die 64-Bit-Fassung empfiehlt Microsoft 2 GB RAM. Der Prozessor sollte eine Taktrate von mindestens 1 GHz mitbringen, außerdem werden je nach Version zwischen 16 und 20 Gigabyte Festplattenspeicher benötigt.

Die Retail-Version kostet derzeit etwa 110 Franken, die “Pro”-Ausgabe ca. 160 Franken. Die meisten Anwender wird es freuen, dass zum Download von Windows 8.1 nicht zwingend ein Microsoft-Konto benötigt wird. Zur Enttäuschung vieler Nutzer gewährt das Unternehmen für die digitalen Versionen keinen Rabatt. Windows 8-User, die sich gegen ein Update entscheiden, sollten bedenken, dass der Support für diese Version bereits im Jahr 2015 eingestellt wird.

Die auffälligste Änderung gegenüber Windows 8 ist die Wiedereinführung des Startbuttons. Die Schaltfläche ruft zwar lediglich den Startbildschirm auf, doch das Kontextmenü wurde um die Befehle “Energie sparen”, “Neu Starten” und “Herunterfahren” sowie einige Werkzeuge zur Systemsteuerung erweitert. Wer möchte, kann sich nach dem Hochfahren nicht den Desktop, sondern die “Alle Apps”-Übersicht anzeigen lassen. Der Sperrbildschirm kann nun mit eigenen Hintergrundbildern versehen werden.

Die Kacheln, die in Windows 8 in zwei Größen angezeigt werden können, lassen sie bei der Version 8.1 in vier Varianten darstellen. Vergrößert man die Kachel der Wetter-App, werden die Prognosen für die kommenden Tage angezeigt. Bei der Kalender-App erhält der User eine Großansicht über alle Termine der laufenden Woche. Im Miniatur-Modus wird statt Live-Inhalten nur noch das Icon der jeweiligen Anwendung angezeigt. Die Kachelgröße lässt sich mit einem Klick der rechten Maustaste einstellen.

Windows 8.1 bietet einen neuen Audiorekorder, einen überarbeiteten Taschenrechner, eine Windows-Hilfe und ein Kochbuch. Ob sich mit derartigen Features neue Kundensegmente erschließen lassen, bleibt dahingestellt. Das Grundproblem von Windows, die anfällige Sicherheitsarchitektur, ist auch mit Windows 8.1 nicht verschwunden. Hacker in aller Welt lieben das Microsoft-Betriebssystem, da es sich leicht aushebeln lässt. Die Sicherheitsupdates, die ein Windowssystem regelmäßig durchführt, gleichen dem sprichwörtlichen Tropfen auf den heißen Stein.

Das Software-Paket enthält außerdem den Internet Explorer 11. Der Browser hebt Telefonnummern auf Webseiten hervor und verlinkt diese automatisch. Auf diese Weise kann der User per Mausklick einen Anruf tätigen. Dies funktioniert allerdings nut, wenn Skype im Hintergrund läuft. Zudem können nun geöffnete Tabs zwischen mehreren Geräten synchronisiert werden.

 

 

 

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